Ausstellungen 2025
Lukas Maksay: What Do We Do When We Get Lost In The Forest?
Geboren 1999 wuchs Lukas Maksay in einem kleinen Ort in Mittelfranken, Bayern, auf. Umgeben von Wäldern und Feldern, waren diese der erste Kontakt mit der Welt außerhalb seines Elternhauses. Seit 2019 studiert Maksay Bildhauerei an der Hochschule für Bildende Künste Dresden, unter anderem bei Wilhelm Mundt und Alicja Kwade. Darüber hinaus studierte er bei Hans Schabus in Wien.
In seinen Arbeiten befasst sich Lukas Maksay intensiv mit der Wahrnehmung, der menschlich gemachten Natur sowie dessen Materialität. Seine künstlerische Praxis zeichnet sich durch konzeptuelle Klarheit und eine reduzierte, zugleich vieldeutige Ästhetik aus – ein Spiel mit Gegensätzen, das das Verhältnis von kultureller Kontinuität und Transformation auf poetische Weise reflektiert.
Er sucht nach natürlichen Prozessen in Menschen gemachten Umgebungen sowie Menschen Gemachtes in natürlichen Umgebungen.
Bewusst wird der Gegensatz von konstruierten Objekten sowie sich auflösenden Objekten gleichgesetzt. Materialien werden von natürlichen Organismen übernommen oder gänzlich zersetzt. Diese visuelle Spannung spiegelt die Dualität von Tradition und Moderne, von Zartheit und Grobheit, von Erinnerung und Gegenwart, von schöpferischer Kraft und Verfall wider.
Eine der wichtigsten Aspekte in den Arbeiten von Lukas Maksay ist die Nicht-Vollendung der Werke. Jedes Werk hat die Erlaubnis, nach der sogenannten „Vollendung“ ein eigenes Leben zu führen und sich in diesem zu verändern, wodurch die eigentliche Vollendung stattfindet und somit die Nicht-Vollendung.

Friedrich Andreoni: This all sounds
Friedrich Andreoni agiert als Archäologe vergangener und zukünftiger Geschichten. Er arbeitet häufig in situ und macht so Erinnerungen und (vergessene) Erzählungen von spezifischen Orten und Personen erfahrbar. Ähnlich wie bei der Abtragung von Erde und Sand legt Andreonis scharfer Blick Schicht für Schicht die Formen und Materialien des Alltags frei und eröffnet so neue Zugänge zu unserer materiellen wie immateriellen Welt.
Einblick in die Ausstellung

Friedrich Andreoni, Installation view: This all sounds, 2025, Caspar-David-Friedrich-Zentrum,
Greifswald. Photo © Ludwig Winter

Friedrich Andreoni, Installation view: This all sounds, 2025, Caspar-David-Friedrich-Zentrum,
Greifswald. Photo © Ludwig Winter

Friedrich Andreoni, Sometimes, 2024, in “This all sounds”, 2025, Caspar-David-Friedrich-Zentrum, Greifswald. Photo © Ludwig Winter
Dagmar Lißke: schwimmen in blau
Dagmar Lißke untersucht seit 2000 das Thema, wie Texte und Schriftzeichen als Bilder gelesen werden können. Ihre grundsätzliche Bildidee, die Ästhetik eines Schriftsatzes zu nutzen, Schriftzeichen ohne Punkt und Komma sowie Abstände zwischen den Wörtern darzustellen, ändert sie mit Ausnahme von wenigen Arbeiten nie. Im Bild verliert so die Lesbarkeit an Bedeutung und Notwendigkeit. Trotzdem präsentieren sich ihre gewählten Texte äußerst wandelbar durch Veränderung kleinerer Nuancen der Darstellung. Dabei spielt das Material stets eine wesentliche Rolle. Die Basis bilden Graphit und Papier. Der von ihr gewählte Entstehungsprozess ist fast alchemistisch: „chymisch“ wie eine Arbeit benannt ist. Über Jahre entwickelt Dagmar Lißke einen Prozess, indem sie die Methoden ändert, Inhalte wandelt, sowie die Formate der Bilder und ihre Präsentationsform. Dieser Prozess der Verwandlung und der Veränderung oder der Herangehensweise wird in der Ausstellung in der Auswahl der Arbeiten sichtbar gemacht.
Die Caspar-David-Friedrich-Gesellschaft freut sich, mit der aktuellen Ausstellung, kuratiert von Katja Lißke, ihre langjährige Vorsitzende in ihrem 80. Lebensjahr zu würdigen.

Ausstellungsinformationen & Begleitveranstaltungen
Laufzeit: 19. April – 6. Juli 2025
Öffnungszeiten: Dienstag – Sonntag, 11-17 Uhr
Eintrittspreise: 8,00 Euro regulär; 5,00 Euro ermäßigt, Kinder bis 12 Jahre und Mitglieder der Caspar-David-Friedrich-Gesellschaft e. V. frei.

Andreas Walther: Yun Shou II - Atmosphäre und Resonanz
Weitere Informationen zum Künstler sowie einen Eindruck in sein künstlerisches Schaffen finden Sie auf seiner Webseite: www.andreaswalther.de sowie auf Instagram: @andreaswalther_huaanrui.
Dauer der Ausstellung: 25.01.2025 – 12.04.2025
Öffnungszeiten: Dienstag – Samstag, 11-17 Uhr
Eintrittspreise: 8,00 Euro regulär; 5,00 Euro ermäßigt, Kinder bis 12 Jahre und Mitglieder der Caspar-David-Friedrich-Gesellschaft e. V. frei.
Führungen durch die Ausstellung (CDFZ_kontemporär): jeweils mittwochs, 16 – 17 Uhr




