Historische Seifensiederei
1765 erwarb Friedrichs Vater, der Neubrandenburger Seifensieder und Lichtgießer Adolf Gottlieb Friedrich, das Haus Lange Straße mit der heutigen Nummer 57. Die Friedrichsche Seifensiederei, das Hinterhaus auf dem vom Vater erworbenen Grundstück, ist das einzige Gebäude mit authentischen Räumen aus der Friedrichzeit. Über Generationen wurden hier Seifen und Lichte hergestellt und verkauft. Unter dem Namen Gust. Ad. Friderich (ein Neffe von Caspar David Friedrich) wurde das Geschäft bis Mitte des 20. Jahrhunderts von Nachfahren geführt.
Der Nachbau einer Ladeneinrichtung nach Friedrichs Entwurf zeigt den Maler auch als praktischen Gestalter, und die darin präsentierten Originalseifenmodeln aus der Friedrichschen Seifensiederei sowie zeittypische Handwerksgeräte und Möbel (Bänke von Bruder Christian) vermitteln das besondere milieu- und zeitspezifische Werkstattflair.